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Über uns / CV Geschichte



 Aufbau nach 1945




Die Wiedererrichtung des ÖCV vollzog sich nicht an allen Hochschulorten gleich schnell. Im Westen waren kaum nennenswerte Schwierigkeiten zu überwinden. Noch im Mai 1945 fand in Innsbruck eine provisorische CVV statt, auf der die Amtszeit der letzten Vorortsverbindung vor dem Krieg Carolina-Graz verlängert wurde. Durch das Verbot der CV-Verbindungen von Seite der englischen Besatzungsmacht wurde es jedoch Carolina unmöglich, die Geschäfte des Vorortes weiter zu führen, sodaß im Februar 1946, nachdem es endlich gelungen war auch mit dem Wiener CV Kontakte aufzunehmen, Norica die Führung des Verbandes übernahm. In Wien mußte nicht nur das Mißtrauen der Besatzungsmacht überwunden werden, auch im kath. Lager ergaben sich beträchtliche Schwierigkeiten. Für die im Aufbau begriffenen kath. Aktion, die für sich eine Monopolstellung beanspruchte, kam das Wiedererstehen der kath. Verbindungen recht ungelegen. Doch auch hier wurde bald eine Klärung erzielt und die Koalitionsfreiheit der Katholiken im wesentlichen Raum anerkannt.

Von den 27 ÖCV Korporationen des Jahres 1938 wurde bloß die KDSTV Pflug nach 1945 nicht mehr rekonstruiert. Bei allen anderen gelang es den Altherrenschaften, eine Aktivitas aufzubauen. Dazu kamen schon bald einige Neugründungen Alpinia erhielt den Status einer vollberechtigten Verbindung. Zwei schon vor dem Krieg gegründete Korporationen wurden in den Verband aufgenommen, Danubo-Rhnania, die den Namen Rhaeto-Danubia aufnahm und die Verbindung Pannonia, die sich zum Ziel setzte, allen jenen Gelegenheit zu geben, CVer zu werden, die durch den Krieg dann gehindert worden waren. 1957 entstand auf der Hochschule für Welthandel die Mercuria, 1950 in Wiener Neustadt die Neostadia. Vom Prager CV wurde die Saxo-Bavaria in Wien reaktiviert. Auf der CVV 1951 kam ein Verbändeabkommen mit dem Bund kath. österr. Landsmannschaften zustande, das dessen Korporationen einen den befreundeten Verbindungen ähnlichen Status einräumte. In Leoben gründete 1954 "Glückauf" die Tochterverbindung "Kristall". 1947 wurde die Sängerschaft Waltharia von Austria, Norica und Rudolfina reaktiviert und in den Verband aufgenommen. 1958 folgte ihr die burgenländische Landsmannschaft Austro-Peisonia, die 1925 als Tochterverbindung der Kürnberg gegründet worden war und bisher wie die 1928 entstandenen Waltharia den Status einer befreundeten Verbindung gehabt hatte. Auf der CVV 1962 wurden die 1951 gegründeten Verbindungen Albertina-Graz und Theresiana-Wr. Neustadt in den Verband aufgenommen.

Der österr. CV umfaßt damit gegenwärtig 24 Verbindungen in Wien, 6 in Innsbruck, 4 in Graz, 2 in Leoben, eine in Salzburg, im ganzen 37 Korporationen. Die Zahl der Aktiven beträgt über 2000.

Bedeutend später als in Österreich gelang in Deutschland die Wiedererrichtung des CV. Schon 1946 rekonstruierten sich zwar einige Verbindungen, doch kam es zunächst nur im Bereich der einzelnen Besetzungszonen zu Zusammenschlüssen. Verschiedene Versuche, zu einem Gesamtverband zu gelangen, mißglückten. Erst 1949 erfolgte die Vereinigung der Teilverbände. 1950 gab sich der wiedererstandene Verband eine Verfassung. Die CV-Verbindungen der Sowjetzone konnten nach 1945 natürlich nicht mehr an ihren ursprünglichen Hochschulorten errichtet werden. Sie wurden ebenso wie die Verbindungen der Sudetenländer an westdeutschen Hochschulen reaktiviert. Der deutsche CV umfaßt gegenwärtig 107 Korporationen mit über 8500 Aktiven.

Der starke Zustrom deutscher Studenten an der Innsbrucker Universität führte zu dem Plan hier eine deutsche CV-Verbindung "Cimbria" zu gründen. Diese Entwicklung zwang zu einer Klärung des rechtlichen Verhältnisses zwischen den beiden aus dem alten CV hervorgegangenen Verbänden in Österreich und Deutschland. 1952 wurde in einem Abkommen gegenseitig die territoriale Integrität der Verbände anerkannt. Durchführungsschwierigkeiten auf Seite der Altherrenschaft machten 1957 eine Neuformulierung dieses sogen. Salzburger Verbändeabkommens notwendig.

Schon 1947 schloß der österr. CV mit dem St.V. ein Freundschaftsabkommen. Der enge Kontakt mit dem Nachbarverband ist vor allem in der tatkräftigen Unterstützung der österr. Verbindungen durch den St.V. in den ersten Nachkriegsjahren begründet. 14 St.V. Sektionen übernahmen damals Patenschaft über ÖCV Korporationen. Sie leisteten damit wertvolle geistige und materielle Hilfe bei der Wiedererrichtung des ÖCV.

Abschaltung und Widerstand

 
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