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Über uns / CV Geschichte



 Gründung des CV

 

 Cartellverband
      CV in Österreich
 Schweizerische Studentenverein



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Cartellverband

Unabhängig von der Entwicklung in Bonn entstand nur wenige Jahre später die erste katholische farbentragende Verbindung in München. 1848 gründete der Thelologiestudent Franz Lorenz GERBL den "Katholischen Leseverein für Studierende", aus dem 1851 durch die Annahme von dunkelgrünen Mützen und grün-weiß-goldenen Bändern die Verbindung Aenania entstand. 1853 wurde das zunächst nicht ausdrücklich festgelegte Katholizitätsprinzip in die Statuten aufgenommen.

Die junge Verbindung zeigte sich von Anfang an sehr rührig. Zur Stärkung der katholischen Sache bemühte sich Aenania, mit schon bestehenden katholischen Vereinen und Verbindungen anderer Hochschulorte in Kontakt zu kommen oder an Universitäten, wo noch keine bestanden, solche zu gründen. So kam es zu einem Briefwechsel mit der Breslauer Verbindung Winfridia. Die 1856 aus dem 1849 gegründeten "Verein katholischer Studenten" entstanden war (Farben: grün-rot-gold, hellgrüne Mützen) Durch einen Brief vom 6. Dez. 1856 wurden die Beziehung der beiden Verbindungen zu einem festen Verhältnis ausgebaut. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum des Cartellverbandes.

Durch Übersendung von Korrespondenzblättern, gegenseitige Besuche, sowie Austausch von Bildern und Bierzipfeln wurden die Kontakte zwischen Aenania und Winfridia weiter gepflegt. Man sprach einander mit "Du" und mit der Bezeichnung Bundesbruder an. Die Verbindungen nannten sich Schwesterverbindungen. 1860 wird zum ersten mal von der "Cartellverbindung" Winfridia gesprochen. 1862/63 wurden schließlich fest umschriebene Cartellstatuten ausgearbeitet. Anläßlich des 15. deutschen Katholikentages fand 1863 die erste Cartellversammlung in Frankfurt/Main statt. 1864 traten dem Verband zwei weitere Verbindungen bei: die 1859 gegründete Gusstfalia-Tübingen (Farben: grün-weiß-schwarz, dunkelgrüne Mützen) und Austria-Innsbruck (Farben: weiß-rot-gold, weiße Mützen).

CV in Österreich

Die Anregung zur Gründung einer kath. Korporation in Innsbruck war am Katholikentag in Frankfurt gefallen, an dem zwei Tiroler Studenten teilgenommen hatten. Sie waren durch eine Ansprache des Aenanen Georg. v. HERTLING, des späteren Reichskanzlers, über die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der kath. Studentenschaft derart begeistert, daß sie zusammen mit zwei Rheinländern, die in Innsbruck studierten, am 3. März 1864 die kath. Studentenverbindung Alemannia gründeten. Das Ziel war vor allem die Hegemonie der liberalen Corps an der Universität zu brechen. Da jedoch die Konstituierung den Corps angezeigt wurde, lehnte Aenania zunächst die von Alemannia gewünschte Cartellverhältnis ab. Innere Uneinigkeiten zwangen am 6. Juni zur Auflösung der Verbindung. Doch schon fünf Tage später ging aus dem selben Kreis die kath.-akadem. Verbindung Austria hervor, die Farben und Statuten der Alemannia übernahm. Diesmal kam das Cartellverhältnis mit Aenania sofort zustande. Der CV hatte damit auch auf österr. Boden Fuß gefaßt.

Neben den vier farbentragenden Cartellverbindungen bestanden an deutschen Universitäten noch einige nichtfarbentragende kath. Studentenvereine, vor allem der Kath. Leseverein Berling (gegr. 1833) die spätere Askania, und verschiedene Vereine in Breslau, Tübingen, Münster und Würzburg. Zwischen den Verbindungen und Vereinen bestand ein Korrespondenzverhältnis, das am Katholikentag in Würzburg 1864 zu einem Bund ausgebaut wurde. Es kam jedoch bald zu unüberbrückbaren Gegensätzen in der Beurteilung des Farbentragens, sodaß schon bei der Cartellversammlung anläßlich des Katholikentages in Trier 1865 die Trennung von Verbindungen und Vereinen vollzogen wurde. Die letzteren schlossen sich 1866 im Kartellverband kath. Vereine (KV) zusammen.

Der Cartellverband wuchs in den folgenden Jahren rasch an. Die Organisation wurde weiter ausgebaut. Seit der Innsbrucker Cartellversammlung 1867 wählte man jährlich eine Vorortsverbindung. 1876 wurde die statutenmäßige Beschränkung auf Verbindungen an Universitäten aufgehoben, sodaß sich der CV auch auf die technischen und tierärztlichen Hochschulen ausbreiten konnte.



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Schweizerische Studentenverein (St.V.)

Die Abwehr des Liberalismus und Radikalismus führte in der Schweiz schon zur Sammlung der konservativen Kräfte in der Studentenschaft. Am 31. Aug. 1841 wurde in Schwyz die Gründung des schweizerischen Studentenvereins vollzogen. Der St.V. ist damit der älteste der bestehenden kath. farbentragenden Studentenverbände. Zum Unterschied vom CV, der sich von Anfang an ausdrücklich zum Katholizismus bekannte und als äußeres Zeichen seiner Grundsätze Couleur trug, nahm der St.V. in den ersten Jahrzehnten auch konservative Protestanten auf und lehnte zunächst das Farbentragen ab. Die Erscheinung des kath. Farbstudetentums ist also in Deutschland und Österreich älter als in der Schweiz.

Während in Deutschland der CV als Zusammenschluß schon bestehender Verbindungen entstand, entwickelten sich die schweizer Korporationen aus dem Verein. Kurz nach der Gründung entstand eine zweite Sektion in Freiburg. Es folgten zahlreiche weitere Sektionsgründungen, nicht nur an schweizer Universitäten sondern auch im Ausland, vor allem in Deutschland. Von diesen war die 1843 gegründete Helvetia in Freiburg im Breisgau die älteste. Von der früher sehr beträchtlichen Zahl der Auslandsverbindungen des St.V. existieren noch die Helvetia Lovaniesis (Löwen), die Helvetia Monacesis (München), die Helvetia Oenipontana (Innsbruck) und die Helvetia Romana (Rom).

Schon frühzeitig bemühte sich der St.V., neben den kath. Hochschülern auch die Mittelschüler zu erfassen. So wurden vom Verein verschiedene Gymnasialsektionen gegründet. Die italienischen und französischen Studierenden wurden in welschen Verbindungen zusammengefaßt.

Als Devise wählte der Schweizerische Studentenverein: "Virtus, scientia, amicitia", nach Sitten und Glauben der Väter, im Sinne und Geiste der kath. Kirche, zum Frommen des Vaterlandes. Der anfänglich festgelegte kath. Charakter des Verbandes kam immer stärker zum Ausdruck. 1861 wurde der Zweikampf verboten und 1873 schließlich das Katholizitätsprinzip in die Statuten mitgenommen. Auch der Grundsatz des Farbentragens setzte sich allmählich durch. 1851 wurde beschlossen, rot-weiß-grüne Bänder anzunehmen. Gegen das Tragen von Mützen zeigten sich jedoch noch lange große Widerstände. Erst 1877 wurden, besonderes unter dem Einfluß der deutschen Auslandsverbindungen, im ganzen Verband rote Mützen angenommen.

1. und 2. ÖCV
Vorgeschichte

 
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