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Die Geschichte des katholischen Farbstudententums


Inhalt

Vorgeschichte
Gründung des CV
1. und 2. ÖCV
Zwischenkriegszeit
Abschaltung und Widerstand
Aufbau nach 1945

Der dritte österr. Cartellverband wurde im Jahre 1933 gegründet. Im Vergleich zu den Bruderverbänden in Deutschland und in der Schweiz ist seine Geschichte also verhältnismäßig kurz. Seine Erscheinung, in der es uns heute entgegen tritt, wäre aber nicht zu erklären, wollte man bloß diese 25 Jahre zur Betrachtung heranziehen. Das kath. Verbindungswesen hat in Österreich die Tradition von fast einem Jahrhundert und ist seinerseits nur im größeren Zusammenhang des kath. Farbstudententums überhaupt zu verstehen.

Der bedeutendste Träger dieser Idee war gewiß der große Cartellverband, dessen Vergangenheit in seinen beiden Nachfolgeverbänden, dem ÖCV und dem DCV, weiterlebt. Teils unabhängig von ihm, teils durch ihn beeinflußt, sind jedoch zahlreiche andere Verbände und Vereinigungen entstanden, die in das historische Gesamtbild mit eingeschlossen werden müssen. Neben Deutschland und Österreich setzten sich der Gedanke des kath. Korporationswesens auch in der Schweiz, in Holland, Belgien und Ungarn durch. Selbst in Italien, Frankreich und Rumänien wurden Verbindungen gegründet. Von Czernowitz bis Paris, von Danzig bis Padua und Rom bekannten sich Studenten durch ihre Farben zum kath. Glauben. Wenn auch seinem Wesen und seiner Geschichte nach zutiefst im deutschen Kulturraum verwurzelt, hat das kath. Farbstudententum doch weit über das deutsche Sprachgebiet hinaus ausgestrahlt und ist zu einer Erscheinung geworden, die sich in ganz Mitteleuropa durchgesetzt hat.

 
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