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Vollwichs: Kanonen (Stiefeln) mit Sporen, Buchsen, Flaus, Schärpe, Cerevis, weiße
Handschuhe, Stulpen, Schläger und Gehänge, Fangschnüre
Salonwichs: Frackanzug, weiße Handschuhe, Weinband (Smoking), Sektband (Frack),
Paradecervis
Halbwichs: Flaus, schwarze Hose, Cerevis, Schärpe
Paradestellung
Der Wichsschargierte steht mit mäßig gegrätschten Beinen, den
Schläger vor sich senkrecht auf dem Boden aufgesetzt, die Hände auf dem Korb ruhend.
Salutieren
Es wird in der Weise durchgeführt, daß der rechte Unterarm aus
der gestreckten zum Boden weisenden Grundstellung im Ellenbogengelenk stramm
an den Rechten Rand des Cerevis gezogen wird. Der Oberarm wird dabei leicht
angehoben, Hand und Unterarm bilden eine Gerade, der Daumen liegt am
Zeigefinder, der Handrücken weist nach außen. Der Kopf ist dabei
gerade zu halten und nicht zu neigen.
Schläger strecken oder stechen
Der Schlägerkorb wird mit aufwärtsgerichteter Klinge entweder aus der
Scheide oder von der Kneiptafel an die Brust gezogen. Hierauf wird der Arm mit
dem Schläger nach rechts oben (strecken) bzw. nach vorne unten (stechen)
gestreckt. Beim Versorgen wird der Schläger (Klinge
aufwärtsgerichtet) an die Brust gezogen und dann versorgt.
Geschichtliches über die Wichse
Im vollen Wichs hat sich die studentische Tracht der 20er und 30er Jahre des
19. Jahrhunderts erhalten. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. hat der
Student vollends den Übergang von der ständischen Tracht zur
allgemeinen bürgerlichen Kleidung und zur Modekleidung mitgemacht. Der
"Student" wurde zum "jungen Mann, der studiert". Seither tragen die
Verbindungen nur mehr bei festlichen Anlässen Wichs. Der Flaus ist
entweder schwarz oder in der Farbe der Mütze gehalten und wie diese aus
Tuch oder Samt. Er trägt Verschnürungen in Gold. Die Knöpfe am
Flaus heißen Oliven. In früherer Zeit wurde der Flaus auch als
"Kneiprock" verwendet.
Das Cerevis wird als Paradecerevis mit einem Gummiband über der
rechten
Stirnseite -- der eingestickte Verbindungszirkel nach vorne gerichtet --
getragen. Die reiche Goldstickerei ersetzt am Rande des Cerevis stets das zum
Burschenband gehörige Gold. Der Rand des Cerevis ist also immer nur
zweifärbig.
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