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Der Comment


Inhalt

Farben-Comment
Chargier-Comment
Gesellschaftscomment
Riten-Comment
Besonderer Comment
Kneip-Comment Teil 1
Kneip-Comment Teil 2
Rundgesänge und
Bierspiele

Sinn und Geschichte des Comment

Von altersher bezeichnet man das System der überkommenen studentischen Einrichtungen, Gebräuche und Symbole mit dem Worte "Comment". Der Ausdruck kommt aus dem Französischen und taucht erstmals um 1770 auf und bedeutet "wie". Irrtümlicherweise wird häufig, - insbesondere in außenstehenden Kreisen - , das Wort "Comment" mit Kneipcomment schlechthin identifiziert. Sicherlich ist der Kneipcomment ein wichtiger Bestandteil des Comment, jedoch enthält der Begriff Comment vielmehr. Im gesellschaftlichen Leben einer farbentragenden Verbindung muß sich der Comment als echte und lebendige Lebensform wiederspiegeln und gilt deshalb auch als "Guter Ton" einer Verbindung.

Der Comment ist keine zeitlos gültige Norm. In seiner Ausgestaltung und Fortentwicklung, die Hand in Hand mit einer Ausmerzung eines üblen Renommistentums ging, hat sich zu allen Zeiten jugendliches Streben, das allem öden Philistertum abgewandt ist, versucht und bewährt. Commenttüchtigkeit ist daher eine Sache für feine Köpfe, nicht für Klötze. Nichts gefährdet die Wahrung, alten, lebendig gebliebenen, studentischen Brauchtums mehr, als eine starre, verständnislose Handhabung des Comments.

So wurde aus dem bloßen Trinkcomment und Fechtcomment der vorburschenschaftlichen Zeit zunächst ein Reglement der Sitten und des Anstandes der Studenten und schließlich eine Standesordnung, die auf alle Bereiche des studentischen Lebens Bezug nimmt. Aus dem strengen Reglement, dem einstens alle Studenten am Hochschulort unterworfen waren, ist ein Korporationsreglement der farbentragenden Verbindung geworden, um dessen einheitlichen Gestaltung und Fortentwicklung sich die Korporationsverbände bemühen.

 
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